Alkohol in der Schwangerschaft – ist ein Gläschen Sekt erlaubt?

Alkohol in der Schwangerschaft

„Etwa 14 % der Schwangeren in Deutschland konsumieren gelegentlich Alkohol, exzessiv Alkohol trinken zwischen 1,2 % und 3,5 %“, so heißt es in einer Pressmeldung der DGE. Zahlen, bei denen ich persönlich erst mal schlucken musste. 14 % sind immerhin 14 von 100 Schwangeren, die gelegentlich Alkohol konsumieren und das finde ich persönlich ganz schön viel. Im folgenden Beitrag möchte ich dir erklären, warum Alkohol in der Schwangerschaft so gefährlich ist und der Frage nachgehen, ob und wie viel Alkohol erlaub ist. 

Alkohol in der Schwangerschaft – ein gefährlicher „Spaß“ für das Ungeborene

Warum ist Alkohol in der Schwangerschaft so gefährlich?

Alkohol, der von Schwangeren konsumiert wird, gelangt 1:1 über die Plazenta in den Körper des Babys. Da die Leber des Babys jedoch noch nicht vollständig entwickelt ist, kann der Alkohol dort nicht abgebaut werden – er bleibt damit noch länger im Blutkreislauf als bei Erwachsenen.

Regelmäßiger Alkoholkonsum führt außerdem dazu, im Darm der Mutter weniger Nährstoffe aufgenommen werden, was zu einer Mangelversorgung des Kindes führen kann. Außerdem besteht die Gefahr, dass das Kind bereits im Mutterleib abhängig von Alkohol wird.

Welchen Schaden fügt Alkohol dem ungeborenen Baby zu?

Schwangere, die regelmäßig Alkohol konsumieren, können ihr Kind dauerhaft schädigen. Es können folgende Symptome auftreten:

  • Geistige und körperlichen Entwicklungsstörungen
  • Fehlbildungen
  • Beeinträchtigung von Hirnfunktion und Verhalten
  • Nervenschädigung
  • Vermindertes Wachstum

Ist Alkohol in der Schwangerschaft erlaubt und wenn ja wie viel?

Jeder Mensch reagiert anders auf den Einfluss von Alkohol – daher gibt es keine offizielle „Maximalmenge“, die „erlaubt“ ist und dem Kind keinen Schaden zufügt. Die Empfehlung lautet daher ganz klar: Kein Alkohol in der Schwangerschaft – auch kein Gläschen Sekt auf der Hochzeit der besten Freundin oder ein kühles Radler im Biergarten. 0,0 % Alkohol – für die Gesundheit deines Kindes. 

Sind Pralinen mit Alkohol oder Alkohol zum Kochen in der Schwangerschaft ebenfalls verboten?

Pralinen mit Kirschlikör enthalten ungefähr 0,2 Gramm Alkohol pro Praline (Quelle) – im Vergleich dazu hat ein Glas Sekt etwa 9 Gramm Alkohol. Ein deutlicher Unterschied also. Wer Schwanger ist, und aus Versehen eine Praline mit Likör isst, braucht sich also keine Sorgen zu machen.

Natürlich kann es auch vorkommen, dass man zum Essen eingeladen ist und erst hinterher feststellt, dass z. B. mit Wein gekocht wurde: Ein Glas Rotwein in einer Soße, die länger kocht ist meistens kein Problem, da der Alkohol zum größten Teil verdampf.

Aber auch hier empfiehlt es sich diese Speisen nicht regelmäßig und in großen Mengen zu konsumieren und wenn möglich auf jeden Fall zu vermeiden.

Weitere und ausführlichere Informationen gibt es außerdem auf der Webseite der DGE oder bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

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